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Richtlinien Getränkeschankanlagen

1998 wurden im Rahmen der 2. Auflage des MEBAK®-Bandes IV u. a. die Themen Bier- und Getränkeschläuche, Technische Gase/Kohlendioxid sowie Anlagen zum Ausschank CO2-haltiger Getränke behandelt. Im Zuge der Harmonisierungsbestrebungen innerhalb der EU ergaben sich zwischenzeitlich wesentliche Änderungen für die Mitgliedsstaaten. Im Besonderen betraf dies Deutschland mit der Abschaffung der Schankanlagenverordnung. Außerdem trennen sich in vielen Ländern Europas die Brauereien von der traditionellen und direkten Betreuung ihrer Fassbierkunden und geben die Errichtung, die Reinigung und Wartung an spezialisierte Betriebe weiter.

Vor diesem Hintergrund hat sich die MEBAK® entschlossen, neben der Erstellung von den Richtlinien zur Sudwerkkontrolle, zu den Abnahmebedingungen für Filtrationsanlagen sowie zur Validierung, Verifizierung und Abnahme von CIP-Anlagen und Reinigungsprozessen nun auch Richtlinien zu Schankanlagen als Leitfaden, für alle die mit derartigen Anlagen zu tun haben, zu erstellen.

Bei der Ausarbeitung dieser Richtlinien wurden bestehende Kapitel, welche weiterhin Bestand haben sollten, komplett überarbeitet und aktualisiert. Dabei sollte der Analytik zur kritischen Beurteilung von Getränkeschankanlagen besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden. Es wurden Checklisten für die Abnahme von Schankanlagen erstellt, außerdem Empfehlungen sowohl bezüglich technischer Mindestanforderungen als auch für einheitliche Probennahmemethoden und mikrobiologische Analysenmethoden angegeben.

Die MEBAK®-Arbeitsgruppe Getränkeschankanlagen setzte sich zusammen aus Dr. August Gresser (Bergner Bräu, Eppan) und Dipl.-Ing. Johannes Tippmann (Lehrstuhl für Verfahrenstechnik disperser Systeme, Wissenschaftszentrum Weihenstephan, TU München). Sie wurde weiter unterstützt von Klaus Dörsam (Berufsgenossenschaft Nahrung, Mannheim), Achim Nieroda (Deutscher Brauer-Bund, Berlin), Götz Steinl (AB InBev Deutschland, Bremen) und Prof. Dr. Werner Back.

Weihenstephan, im September 2010
Der Vorsitzende
Dr. Fritz Jacob

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